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OHLSDORF - Zeitschrift für Trauerkultur

Roger Shatulin (Hg.): Der verlachte Tod. Heitere Grabinschriften, Nekrologe und Mementos

Zürich 2005, 143 Seiten, mit Illustrationen von J. G. Posada

"De mortuis nil nisi bene", also dass über Tote nur Gutes gesagt werden darf, galt durchaus nicht überall und zu allen Zeiten. Roger Shatulin beweist dies mit einer Anthologie von Zitaten aus der Weltliteratur von der Antike bis zur Gegenwart, von Martial über Shakespeare und Goethe bis zu Kästner und Rühmkorf. Die gesammelten Grabschriften, Nachrufe und Epitaphien stecken oft voller Häme und Boshaftigkeit und allemal voll von deftigem Humor. Lauter ultimative Lacher sozusagen. Auf was man sich bei der Lektüre des hübsch gebundenen Büchleins im Taschenformat einzustellen hat, lässt bereits das Inhaltsverzeichnis erahnen. Da wird unterteilt in: Launiges Geleit, schnippisches Geleit, schlüpfriges Geleit, spöttisches Geleit, blasphemisches Geleit und zynisches Geleit. Eine "Biobibliographie" schließt den Inhalt ab mit dem Verzeichnis der zitierten Autoren und der Fundstellen in ihren Werken. Was man allenfalls vermisst, sind Hinweise auf Fundstellen zum Titel passender Grabschriften, die heutzutage noch auf manchen Friedhöfen gefunden werden können.

Auflistung alle Artikel aus dem Themenheft Religiöse Symbolik auf Grabmalen (Februar 2006).
Erkunden Sie auch die Inhalte der bisherigen Themenhefte (1999-2023).