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OHLSDORF - Zeitschrift für Trauerkultur

Heinrich Pohlmann

Pohlmann beschäftigte sich zeitlebens mit christlichen Themen. Neben der Ausstattung von Kirchen (z.B. Kruzifixe, Taufbecken) entstanden seit den 1870er Jahren auch zahlreiche Grabmale in seiner Werkstatt.

Herkunft und erste Arbeiten

Hermann Heinrich Pohlmann wurde am 24.10.1839 in Scheventorf bei lburg als siebentes und letztes Kind des Zimmermeisters Franz Wilhelm Pohlmann (12.05.1797 - 04.08.1848)1 und dessen Ehefrau Maria Catharina Pohlmann, geb. Schnieder (02.07.1799 - 17.11.1858) geboren (Abb. 1).2
Seine Eltern waren Domänenpächter der alten Wasserburg Scheventorf. Neben dem Besuch der Realschule 1856/57 in Osnabrück beschäftigte Pohlmann sich bereits früh mit kleinen Holzschnitzarbeiten. Laut der mündlichen Überlieferung soll ein Adjutant des Königs Georg V. von Hannover auf diese Arbeiten aufmerksam geworden sein, was vermutlich nicht der Wahrheit entspricht. Anschließend erlernte Pohlmann das Tischlerhandwerk bei seinem Schwager Wilhelm Winterberg. Als früheste Arbeiten sind Wegekreuze in Glane und Umgebung aus den Jahren 1856 -1861 überliefert.3

1 Der Bildhauer Heinrich Pohlmann, um 1890

Um 1860 verbrachte Pohlmann einige Zeit in Münster, wo er u.a. bei dem Bildhauer und späteren Begründer der Münsteraner Glasmalerei-Anstalt Victor von der Forst (1834-1892) arbeitete. Hier konnte er sich "nicht allein durch die Herstellung von religiösen Figuren und Kreuzstationen in Stein sehr reichlich ernähren, sondern ... [erhielt] sogar nach sieben Monaten den Auftrag eine Kopie der Achtermannschen Kreuzabnahme so gross als möglich in Stein auszuführen. Diese Arbeit war es nun, die über seine Zukunft entscheiden sollte. Durch die Bemühungen des Baurats [Eduard] Wellenkamp in Osnabrück wurde diese 5 Fuss hohe Gruppe nach Hannover geschafft und von Sr. Majestät dem König Georg für die neue Christuskirche angekauft. Ferner wurde ihm auf vier Jahre ein Stipendium zum Besuche der Akademie in Berlin gewährt und außerdem wurde er als Schüler an den Bildhauer Prof. Albert Wolff überwiesen."4 Pohlmann, der bis zu diesem Zeitpunkt noch keine bildhauerische Ausbildung erhalten hatte, soll die Nachbildung der Kreuzabnahme von Wilhelm Achtermann lediglich nach einer Fotografie und einem nur 1 Fuß großen Gipsmodell geschaffen haben.5 Vermutlich handelt es sich bei dem Relief der Kreuzabnahme in der Christuskirche in Hannover, um dieses erste für seine Karriere so entscheidende Werk (Abb. 2).6

2 Kreuzabnahme in der Christuskirche Hannover, Ansichtskarte vor 1945

Ausbildung in Berlin und Rom

Im Juni 1861 nahm Pohlmann das Studium der Bildhauerei an der Königlichen Akademie der Künste in Berlin auf und lernte parallel in dem Meisteratelier des renommierten Bildhauers Albert Wolff (14.11.1815-20.06.1892).7 Bereits 1862 debütierte Pohlmann in der Ausstellung der Berliner Königlichen Akademie.8 Im August 1864 konnte er sein Studium abschließen. 9 Anschließend verblieb er noch einige Zeit im Wolff ́schen Atelier und war an der Ausführung des Denkmals Friedrich Wilhelms III. für den Berliner Lustgarten beteiligt (Abb. 3).10

3 Das früheste erhaltene Foto des Studenten Heinrich Pohlmann, 1860er Jahre

König Georg gewährte ihm eine weitere Unterstützung: ein Stipendium für einen einjährigen Romaufenthalt, wo er am 12.12.1866 in den Deutschen Künstlerverein eingeführt wurde.11 In Rom studierte er die Plastiken der Antike und der Renaissance, was damals den obligatorischen Abschluss der Ausbildung eines akademischen Bildhauers darstellte. Im November 1867 kehrte er nach Berlin zurück.12 Zwischen 1868 und 1870 machte Pohlmann sich in Berlin als "Stein-Bildhauer" selbstständig.131870 erhielt er seinen ersten größeren Auftrag vom Kaiserhaus, die Schaffung einer Reiterstatuette Kaiser Wilhelms I. Im März 1871 überreichte Kaiserin Augusta die Arbeit dem König zum Geburtstag. Die ca. 80 cm große Statuette fand den Beifall sowohl der Auftraggeberin, wie auch der zeitgenössischen Kunstkritik. Sicherlich war diese Verbindung zum kaiserlichen Haus eine entscheidende Voraussetzung für Pohlmanns Erfolge in den folgenden Jahren. In der Gartenlaube, einem auflagenstarken Massenblatt mit großer Leserschaft, wurde 1871 in ganzseitiger Abbildung ein Holzstich dieser Reiterstatuette gezeigt, die Beschreibung umfasste eine halbe Seite.14 Für den jungen Pohlmann war diese Anerkennung sicherlich ein glanzvoller Höhepunkt seiner beginnenden Karriere (Abb. 4).

4 Die Reiterstatuette Kaiser Wilhelms I

Pohlmann beschäftigte sich zeitlebens mit christlichen Themen. Neben der Ausstattung von Kirchen (z.B. Kruzifixe, Taufbecken) entstanden seit den 1870er Jahren auch zahlreiche Grabmale in seiner Werkstatt. Hauptsächlich im ersten Jahrzehnt seines selbstständigen bildhauerischen Schaffens erhielt er zahlreiche Aufträge für teilweise monumentale bauplastische Arbeiten für die Fassaden und Dächer der vielen neuen Repräsentationsbauten in Berlin und anderen Orten Preußens.15 Zugleich entstanden etliche Portraitplastiken, bereits 1868 beispielsweise die Büste des Hof-Opernsängers Albert Niemann. Seit Ende der 1880er Jahre gestaltete er neben einzelnen Kriegerdenkmälern auch Personen-Denkmäler, die bekanntesten sind in Köthen, Meppen und Osnabrück erhalten.

1901 wurde er ehrenhalber zum Professor ernannt, am 30.08.1917 verstarb Heinrich Pohlmann in Berlin.

Grabmalplastiken und die WMF

Den meisten Friedhofsfreunden werden seine Trauernden, Engel und Christusfiguren bekannt sein, die vielfach als Galvanoplastiken, aber auch in Bronze, Marmor und vereinzelt in Terrakotta auf den Friedhöfen Deutschlands zu finden sind.

In den zeitgenössischen Quellen wurde stets auf die Vielseitigkeit des bildhauerischen Schaffens von Pohlmann hingewiesen. In aktuellen Beschreibungen des Bildhauers, insbesondere im Zusammenhang mit Friedhöfen, sind jedoch teilweise Formulierungen zu finden, laut denen die Berühmtheit Pohlmanns als Sepulkralplastiker hauptsächlich auf seine von der Württembergischen Metallwarenfabrik Geislingen Steige (WMF) in großem Umfang verkauften Galvanoplastiken zurückzuführen sei. "Den Schwerpunkt bilden jedoch seine religiösen Werke, die ihn zum bekanntesten und meistgefragten Sepulkralplastiker seiner Zeit werden ließen. Mehr als 20 Entwürfe von ihm sind bekannt, die durch die Vervielfältigungsfirmen WMF/Geislingen sowie Gladenbeck und Martin & Piltzing in Berlin vertrieben wurden. Es sind Engel und Trauergestalten in vielen Variationen, jedoch dem gleichen Grundtypus folgend."16

Die Württembergische Metallwarenfabrik hatte 1890 die "Kunstanstalt für Galvanoplastik München" übernommen. Mithilfe technischer Innovationen gelang es der WMF bald lebens- und überlebensgroße Galvanofiguren zu produzieren. Der erste Verkaufskatalog der WMF mit Grabplastiken erschien 1892, in dieser Publikation sind noch keine Arbeiten von Heinrich Pohlmann enthalten.17 Erstmals in dem Katalog von 1898 ist ein Grabmal mit einer Christusfigur von Pohlmann dokumentiert.18

Zu diesem Zeitpunkt war Heinrich Pohlmann allerdings bereits seit Jahrzehnten erfolgreich als Bildhauer von Sepulkralplastiken tätig. In den Jahren zwischen 1872 und 1909 stellte Pohlmann auf den Berliner Akademie-Ausstellungen insgesamt neun Grabfiguren aus, von denen drei explizit als Auftragsarbeiten bezeichnet waren.19Trotz dieser eher geringen Anzahl von auf den Ausstellungen gezeigten Arbeiten, muss Pohlmann in diesem Bereich außerordentlich produktiv gewesen sein. 1895 wurde berichtet, dass seine "stimmungsvollen Trauerfiguren" ihm "so zahlreiche Aufträge ... ein[trugen], dass er durchschnittlich zwei Marmorfiguren gleichzeitig in Arbeit" hatte.20 In einer Beschreibung von 1898 hieß es "Aber nicht minder ist Pohlmann [neben seinen Arbeiten für Monumentalbauten] auf dem Gebiete der religiösen Kunst mit Erfolg thätig gewesen. Neben manchen kirchlichen Arbeiten sind seine sinnreichen Grabfiguren besonders hervorzuheben. Einige derselben sind in ganz Deutschland und darüber hinaus in Marmor, Bronze und auch fabrikmäßig in Terracotta hergestellt, verbreitet."21

Zudem lässt sich eindeutig nachweisen, dass die WMF teilweise ältere Modelle erst Jahrzehnte später in ihr Sortiment aufgenommen hat.22 Ein ähnliches Vorgehen hat Meinhold Lurz auch bereits für die Verwertung der Werke des Bildhauers Hans Dammann durch die WMF beschrieben.23 Exemplarisch soll dies für eine der populärsten Schöpfungen Pohlmanns, die an einer Säule lehnenden Trauernden, gezeigt werden.24

Auf der Berliner Akademieausstellung war 1883 "Die Trauer, Gipsmodell zum Grabdenkmal. (Ausgeführt in Marmor für die Fürstin Corzadini.)" zu sehen.25 Vermutlich war es die fertige Arbeit, die er zwei Jahre später am selben Ort präsentierte.26 Nähere Informationen zu diesem Grabmal bzw. die Auftraggeberin teilte Adolf Eckstein 1895 mit: "Besonders bekannt wurde eine Trauerfigur an einer Säule, die zuerst für die Fürstin Marie v. Corzadini in Jassy in Marmor aus-geführt wurde ...".27 Dieser Entwurf einer Trauernden war über Jahrzehnte eine der beliebtesten seiner Motivfindungen, die bereits im 19. Jahrhundert mehrfach vervielfältigt wurde.

Beispielhaft sei das vor 1898 errichtete Grabmal für den Geheimen Kommerzienrat Johann Ritter von Zimmermann (27.03.1820, Pápa, Ungarn - 02.07.1901, Berlin) auf dem Städtischen Friedhof Chemnitz mit einer ebenfalls marmornen Trauernden erwähnt (Abb. 5).28

5 Grabmal von Zimmermann auf dem Städtischen Friedhof Chemnitz

Auch Heinrich Pohlmanns eigenes Grab auf dem St.-Michael-Friedhof in Berlin-Neukölln ist mit dieser Trauernden vor einer Säule (Marmor) geschmückt (Abb. 6).

6 Grabmal Heinrich Pohlmann auf dem St.-Michael-Friedhof in Berlin

Die WMF hat diese Trauernde erst 1903, also 20 Jahre nach der Schaffung der Figur für das Grabmal Corzadini, als "Grabfigur von Professor Pohlmann ... in der Größe 167cm für 700 Mark" in ihr Verkaufsprogramm aufgenommen. In zwei Varianten, als Trauernde vor Säule und Trauernde vor Kreuz, wurde sie in den Verkaufskatalogen bis mindestens 1919 angeboten (Abb. 7).29

7 Trauernde im Katalog der WMF von 1903

Laut einem Blatt aus dem Lieferverzeichnis der WMF ist die Trauernde vor Kreuz mindestens bis 1930 weltweit verkauft worden (genannt werden u.a. Habana und Venlo).30 Dieses Vorgehen, das eine in den 1880/ 90er Jahren zunächst als Auftragsarbeit geschaffene Grabplastik im frühen 20. Jahrhundert in das Repertoire der WMF (und anderer Gießereien) aufgenommen wurde, konnte auch für weitere Arbeiten Pohlmanns nachgewiesen werden.31 Naturgemäß konnte die Katalogware in größerem Umfang angeboten und zu günstigeren Preisen verkauft werden, so dass diese auf den Friedhöfen präsenter waren und sind, als die naturgemäß in kleinerer Auflage gefertigten früheren Einzelausführungen in Marmor und Bronze. Noch nicht erforscht ist bislang, ob Pohlmann im frühen 20. Jahrhundert Entwürfe auch im Auftrag der WMF fertigte oder ob weiterhin vorhandene Modelle zweitverwertet wurden.

Ganz eindeutig jedoch galt Pohlmann zu seiner Zeit nicht nur aufgrund seiner Galvanoplastiken als berühmter Sepulkralplastiker, diesen Status hatte er bereits Jahre zuvor erreicht. Allerdings trug die weite Verbreitung der Galvanoplastiken sicherlich entscheidend zu der Bekanntheit seiner Grabmalschöpfungen bei.

8 Lieferverzeichnis der WMF zu Grabfigur 831, 1924-1930

Anmerkungen

1 Der Vater von Heinrich Pohlmann wird in der Literatur teilweise auch als "Heinrich Hermann P." benannt, z.B. in: Brinkmann, Matthias: Glaner in der Welt: Professor Heinrich Pohlmann, in: Glaner Heimatbuch, Ein Beitrag zur Orts- und Volkskunde eines Kirchenspiels im Osnabrücker Lande, Hrsg.: Brinkmann, Prof. Dr. Matthias, Osnabrück 1950, S. 225. Als Franz P. jedoch z.B. in dem Geburtseintrag von H. Pohlmann, in: Kirchenbücher der Pfarre Glane St. Jakobus der Ältere, Taufen F102-2, Sign. 0043, 1838 - 1852, Taufen 1939, S. 138. Als Franz Wilhelm P. in dem Eintrag zur Heirat am 20. Nov. 1823, in: Kirchenbücher der Pfarre Glane St. Jakobus der Ältere, Heiraten F201-1, Sign. 0023, 1787 - 1844, Heiraten 1923, S. 78.
2 Bei seinen älteren Geschwistern handelte es sich um fünf Schwestern und einen Bruder, der jedoch bereits einjährig verstorben war. Weitere Informationen zu den Lebensdaten der Familie: http://www.geo-iburg.de/Hof_Pohlmann.html.
3 Glaubenszeugnisse und Kulturdenkmale. Hof- und Wegekreuze und -kapellen im Kirchspiel Glane, Hrsg.: Heimatverein Glane e.V., 2. Aufl., Bad Iburg 2017, S. 35, 90f., 92f., 111f.
4 Eckstein, Adolf: Künstler-Album, Berlin 1895, Beschreibung zu Tafel 38.
5 Hannoverscher Courier, Nr. 1868, 09.10.1860, lt. ZDB ist dieser Jahrgang bundesweit nicht nachweisbar. Eine Abschrift des Artikels ist erhalten in: Niedersächsisches Landesarchiv, Abteilung Osnabrück, Rep. 350, Iburg, Nr. 266.
6 Die Zuschreibung der Kreuzabnahme in der Christuskirche Hannover an Heinrich Pohlmann war bislang unbekannt (freundliche Information von Stefanie Sonnenburg, Pastorin der Christuskirche), die Arbeit ist bislang unpubliziert. Heutiger Standort: Altarrückseite im Altarumgang.
7 Archiv der ADK, Preußische Akademie der Künste, PrAdK 0053, Protokolle der Sitzungen des Akademischen Senats und der Plenarversammlungen 1859-1862, Bl. 235.
8 XLIII. Kunstausstellung der Königlichen Akademie der Künste, Berlin 1862, S. 94, Nr. 865: "Christus am Kreuz, in Gyps, 2' 4'' groß".
9 Archiv der ADK, Preußische Akademie der Künste, PrAdK 0662, Schülerangelegenheiten.
10 Eckstein, Adolf: Künstler-Album, Berlin 1895, Beschreibung zu Taf. 38.
11 Noack, Friedrich: Das Deutschtum in Rom seit dem Ausgang des Mittelalters (Band 2), Stuttgart, Berlin, Leipzig 1927, S. 457.
12 Zur Jubelfeier, 1696-1896. Königliche Akademische Hochschule für die Bildenden Künste zu Berlin, Berlin 1896, S. 122.
13 In den Adressbüchern Berlin ist er erstmals 1871 als "Stein-Bildhauer" nachgewiesen: Allgemeiner Wohnungs-Anzeiger nebst Adreß- und Geschäftshandbuch für Berlin, dessen Umgebungen und Charlottenburg auf d. Jahr 1871, Berlin 1871, S. 561.
14 Gartenlaube, 1871, H. 48, S. 797, 808. Der Holzstich in der Gartenlaube entspricht der Ansicht des hier vorgestellten Fotos.
15 Zu den bauplastischen Arbeiten Heinrich Pohlmanns in Berlin: Vösgen, Nicola: Der Bildhauer Heinrich Pohlmann, in: Jahrbuch der Averbeck-Stiftung 2018-2021, Iburg 2021, S. 29-56.
16 Meis, Mona Sabine: Historische Grabdenkmäler der Wupperregion, dokumentiert und analysiert vor dem Hintergrund der Entwicklung der Sepulkralkultur (Diss.), Wuppertal 2002, S. 435.
17 Musterbuch über Grab-Monumente, Filiale der Würtbg. Metallwaren-Fabrik Geislingen-St., Galvanobronzen-Fabrik München, 1892.
18 Die Galvanoplastik und ihre Anwendung zu Denkmälern und Prachtbauten, Hrsg.: Galvanoplastische Kunstanstalt in Geislingen-Steige, Geislingen-Steige 1898, S. 26: Grabmal Sälzle, Weissenhorn, Christusfigur 2 m hoch, ausgeführt 1896.
19 XLVIII. Kunstausstellung der Königlichen Akademie der Künste. 1872, S. 87, Nr. 1065: Grabfigur. Bronzirter Zinkguß; Ausstellungen der Berliner Akademie LVI. Ausstellung der Königlichen Akademie der Künste zu Berlin, Berlin 1883, S. 152, Nr. 872: Marmorbüste des verstorbenen Professors Kullak, für ein Grabdenkmal bestimmt, Nr. 873: Die Trauer, Gipsmodell zu einem Grabdenkmal. (Ausgeführt in Marmor für die Fürstin Corzadini.); Verzeichniss der Werke lebender Künstler auf der LVII. Kunstausstellung der Königlichen Akademie der Künste, Berlin 1884, S. 170, Nr. 1010: Blumen streuender Engel (Modell zur Ausführung in Marmor, nach Mannheim bestimmt); Jubiläums-Ausstellung der Kgl. Akademie der Künste, Berlin 1886, S. 273, Nr. 1742: Die Trauer. Grabfigur; Grosse Berliner Kunst-Ausstellung 1894 (im ff. GBK), Berlin 1894, S. 114, Nr. 2046: Christusfigur: "Kommet alle zu mir." (dgl. Christus auch 1896); GBK 1895, Berlin 1895, S. 120, Nr. 2228: Grabdenkmal; GBK 1899, Berlin 1899, S. 92, Nr. 1509: "Kommet alle her zu mir". Bronzeguss; GBK 1901, Nachtrag, S. 2, Nr. 2585: Segnender Engel; GBK 1903, Berlin 1903, S. 87, Nr. 1254: Trauernde Figur am Obe-lisk; GBK 1909, Berlin 1909, S. 48, Nr. 790: Die Hoffnung. Gips.
20 Eckstein, Adolf: Künstler-Album, Berlin 1895, Beschreibung zu Taf. 38.
21 Das geistige Deutschland, 1898, 1.1898, S. 533.
22 Es ist allerdings noch nicht erforscht, ob Pohlmann im frühen 20. Jahrhundert explizit mit der Schaffung von Entwürfen für Grabfiguren von der WMF beauftragt wurde.
23 Lurz, Meinhold: Erhalt der Aura trotz technischer Reproduktion. Berliner Künstler arbeiten für die WMF, in: Ethos und Pathos. Die Berliner Bildhauerschule 1786-1914, Berlin 1990, Bd. Beiträge, S. 331f.
24 Einholz, Sibylle: Heinrich Pohlmann, in: Ethos und Pathos, Berlin 1990 (vgl. Anm. 1), Bd. Katalog, S. 198, Kat. 165:. "Das populärste und am weitesten verbreitete Werk des Bildhauers Pohlmann ist die Figur einer trauernden Frauengestalt, deren Darstellung in der Sepulkralplastik des späten 19. Jahrhunderts zur Personifikation der Trauer der Hinterbliebenen wurde. Pohlmanns »Trauernde«, deren Varianten sich nur unwesentlich voneinander unterscheiden, ist wahrscheinlich das am häufigsten reproduzierte Werk dieser Form eines Grabschmucks."
25 vgl. Anm. 20.
26 vgl. Anm. 20.
27 Eckstein, Adolf: Künstler-Album, Berlin 1895, Beschreibung zu Taf. 38. Jassy (das heutige Iași) ist eine Stadt in der Moldauregion im Nordosten Rumäniens, ca. 350 km nördlich der Hauptstadt Bukarest. Bislang ist es nicht gelungen nähere Informationen zu diesem Grabmal zu recherchieren.
28 Allgemeines Künstler-Lexicon. Leben und Werke der berühmtesten bildenden Künstler, Hrsg.: Singer, Hans Wolfgang, Bd. 3, Berlin 1898, S. 461.
29 Grabschmuck, Hrsg.: Galvanoplastische Kunstanstalt Geislingen-Steige, Geislingen-Steige 1903, S. 2, Nr. 831b: Trauernde vor Säule, S. 3, Nr. 831a: ident. Trauende vor Kreuz; Grabschmuck, Hrsg.: WMF, Württembergische Metall-Warenfabrik Geislingen-St., Abt. Galvanoplastik, Geislingen-Steige 1919, S. 35, Nr. 912: Trauernde vor Säule, S. 7, Nr. 831: Trauernde vor Kreuz.
30 Abgebildet in Lurz, Meinhold: Erhalt der Aura trotz technischer Reproduktion. Berliner Künstler arbeiten für die WMF, in: Ethos und Pathos. Die Berliner Bildhauerschule 1786-1914, Berlin 1990, Bd. Beiträge, S. 334, Abb. 11. Bedauerlicherweise sind die Lieferverzeichnisse im Archiv der WMF heute nicht mehr erhalten.
31 Vösgen, Nicola: Der Bildhauer Heinrich Pohlmann, in: Jahrbuch der Averbeck-Stiftung 2018-2021, Iburg 2021, S. 72-111.

Fotos: 1,3,4: Heimatverein Glane e.V ; 2: Archiv der Ev.-luth. Nordstädter Kirchengemeinde in Hannover; 5: Lord van Tasm CC BY-SA 3.0, Juni 2011; 6: Nicola Vösgen, 2020; 7: Grabschmuck, Hrsg.: Galvanoplastische Kunstanstalt Geislingen-Steige, Geislingen-Steige 1903, S. 2, Nr. 831b; 8 Archiv der WMF

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